Ärzte Zeitung, 10.03.2008

Hausärzte sehen Mängel bei neuen Honorarregeln

HAMBURG (di). Die vom KV-Vorstand angestrebte Honorarverteilung in Hamburg stößt auf Widerstand des beratenden Fachausschusses. Auch der Hausärzteverband Hamburg sieht die Ziele der Hausärzte nicht ausreichend abgebildet.

Der Verband spricht von "handwerklichen Mängeln und rechtlichen Bedenken". Er kritisiert, dass die getroffene Regelung die aktuelle Versorgungssituation nicht abbildet und dass es mit Fortführung der praxisbezogenen Regelleistungsvolumina (pRVV) bei nicht leistungsgerechten Fallwertunterschieden bleibt. Auch müssten sich Praxen mit hoher Fallzahl und niedrigem Fallwert auf massive Umsatzverluste einstellen.

Norbert Eckhardt vom Hamburger Hausärzteverband plädierte dafür, sich zügig auf die Veränderungen ab 2009 einzustellen und darauf, die Verluste in den Praxen zu begrenzen. Außerdem sieht der Verband die Regelung auf "juristisch wackeligen Beinen", weil die Regelleistungsvolumina nicht eingeführt wurden. Dies hatten nach Mitteilung der KV die Kassen in Hamburg abgelehnt, weshalb man sich auf eine Modifizierung der pRVV verständigt hatte. Die Ablehnung durch den beratenden Fachausschuss hat aber keine rechtliche Auswirkung.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18221)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »