Ärzte Zeitung, 28.11.2008

Verbesserungen im Norden nur durch Sonderverträge

BAD SEGEBERG (di). Als "Teilerfolg mit bitterem Beigeschmack" wertet die KV Schleswig-Holstein die Schiedsamtsentscheidung zur Honorarreform im Norden. Nun strebt die KV Sonderverträge mit den Kassen an, um punktuelle Verbesserungen zu erreichen.

Grundsätzlich gilt der Orientierungspunktwert von 3,5001 Cent in Schleswig-Holstein ab dem kommenden Jahr für alle Bereiche - ohne Aufschlag. Davon betroffen sind auch das ambulante Operieren und belegärztliche Leistungen.

Einige Sonderregelungen konnte die KV aber durchsetzen. Hier ist besonders die antragsgebundene Psychotherapie zu nennen. Wenn in diesem Bereich Ende kommenden Jahres eine Unterfinanzierung entsteht, sind die Krankenkassen zur Nachzahlung verpflichtet. Mit diesem bundesweit bislang einmaligen Beschluss wird den Ärzten ein Risiko, für das sie sonst Rückstellungen hätten bilden müssen, genommen. Weitere Sonderreglungen:

  • Die von den Krankenkassen geforderte Rückzahlungspflicht der KV bei Nichtausschöpfung der Regelleistungsvolumina ist vom Tisch
  • Nach Jahresablauf nicht verbrauchte Mittel werden einem Sonderfonds zugeführt, über dessen Verwendung die KV im Einvernehmen mit den Kassen, notfalls im Schiedsamt, entscheidet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »