Ärzte Zeitung, 16.02.2009
 

Spätabtreibung: BÄK favorisiert Entwurf von Singhammer

BERLIN (hom). In der Debatte um eine Regelung von Spätabtreibungen hat sich die Bundesärztekammer (BÄK) erneut hinter den Gesetzentwurf des CSU-Bundestagsabgeordneten Johannes Singhammer gestellt.

"Wir haben gute Lösungen bei der Notlagenregelung bis zur 12. Woche. Die Regelungen danach bei medizinischer Indikation sind nicht gut", sagte Professor Heribert Kentenich, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BÄK und Chefarzt der DRK-Frauenkliniken Berlin-Westend. Derzeit habe der Arzt keine Verpflichtung, die schwangere Frau zu beraten. Im Singhammer-Entwurf, der auch von Ex-Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) mitgetragen wird, sei der Arzt zur umfassenden medizinischen und psychosozialen Beratung der Schwangeren verpflichtet. Daher entspreche der Entwurf dem, "was die Bundesärztekammer für sinnvoll hält", so Kentenich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »