Ärzte Zeitung, 04.12.2009

CDU-Politiker für mehr Mut bei IV-Verträgen

BERLIN (hom). Ein ziemlich ernüchterndes Bild der Vertragslandschaft im Bereich der Integrierten Versorgung (IV) hat der Gesundheitsexperte der Union, Willi Zylajew, gezeichnet. "Mit den IV-Verträgen sind wir elendig gescheitert", sagte der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung des Arzneimittelherstellers GlaxoSmithKline (GSK) zu Modellen über eine erfolgsorientierte Vergütung in der HIV-Versorgung in Berlin.

Die im Dezember 2008 beendete Anschubfinanzierung der Integrierten Versorgung von je einem Prozent der jährlichen Vergütungen für die ambulante und die stationäre Versorgung sei "zu gering" ausgefallen, um IV-Verträge flächendeckend umzusetzen. "Acht bis zehn Prozent wären angemessen gewesen", sagte Zylajew. Die Sinnhaftigkeit integrierter Versorgung werde von niemandem in Abrede gestellt. "Aber keiner hatte den Mut, hier offensiv vorzugehen", kritisierte Zylajew.

Claudia Korf von der Barmer-Ersatzkasse wies indes darauf hin, dass nur etwa 13 Prozent der IV-Verträge ausgelaufen seien. "87 Prozent der IV-Verträge laufen weiter", so Korf.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »