Ärzte Zeitung, 28.02.2010

Pädiater fürchten Verdrängung durch Hausärzte

BERLIN (dno/eb). Bedrohen Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) die kinderärztliche Versorgung in Deutschland? Das ist die Befürchtung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der Verband fordert daher Altersgrenzen von 18 Jahren in Hausarztverträgen und mehr eigene Verträge nach Paragraf 73 b.

"Die hausärztliche Versorgung von Kindern gehört in die Hände von Pädiatern", hat der BVKJ-Landeschef Klaus Rodens in Berlin gefordert. Einen Qualitätsverlust in der kinderärztlichen Versorgung befürchten offenbar auch viele Eltern in Bayern und Baden-Württemberg, wo das Hausarztmodell als erstes eingeführt worden ist. Mit 250 000 Protestunterschriften dokumentierten sie, dass sie einen eigenen Versorgungsvertrag für Kinder wünschen. Der Hausärzteverband wies die Ängste der Pädiater als unbegründet zurück.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

E-Rezept ante portas?

Bundesgesundheitsminister Spahn will der Telemedizin mittels E-Rezept auf die Sprünge helfen. Dazu ist Berichten zufolge eine entsprechende Gesetzesänderung geplant. mehr »