Ärzte Zeitung, 30.03.2010

Zur Weiterbildung von Österreich nach NRW

Landeskabinett stimmt Plan zu, junge Ärzte aus dem Nachbarland anzuwerben

KÖLN (iss). Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium und die österreichische Ärztekammer wollen eine Absichtserklärung zum Austausch von Medizinern unterzeichnen.

Zur Weiterbildung von Österreich nach NRW

Ärzte aus Österreich und NRW können bald auf unkomplizierten Austausch hoffen. © Jung / fotolia.com

Ziel ist es, junge Ärzte aus dem Alpenland zur Weiterbildung an NRW-Kliniken zu bekommen. Das Vorhaben ist jetzt vom nordrhein-westfälischen Kabinett gebilligt worden. "Während wir in Deutschland Sorgen haben, ärztlichen Nachwuchs in die Krankenhäuser zu bekommen, stehen in Österreich jedes Jahr rund 500 Medizin-Absolventen auf der Straße", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Die jungen Mediziner müssten in Österreich im Schnitt drei Jahre auf einen Weiterbildungsplatz warten. Die geplante Absichtserklärung zielt auf eine verstärkte Informationsarbeit beider Seiten zum Thema. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) Dr. Theodor Windhorst begrüßte die Initiative. Die Kammer habe bereits im vergangenen Jahr entsprechende Gespräche mit der österreichischen Ärztekammer geführt, sagte er.

"Diese Zusammenarbeit kann kurzfristig helfen, Lücken in der klinischen Versorgung zu schließen." Langfristig seien aber Maßnahmen notwendig, um in Deutschland den Arztberuf wieder attraktiv zu machen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »