Ärzte Zeitung, 04.11.2010
 

Singhammer verteidigt Honorar-Nachschlag

BERLIN (sun). Die CSU hat den neuerlichen finanziellen Nachschlag von 120 Millionen Euro für die rund 150 000 Vertragsärzte in Deutschland gegen Kritik verteidigt.

Die zusätzliche Honorierung sei wichtig, um im Wettbewerb um Fachkräfte international konkurrenzfähig zu bleiben, sagte CSU-Gesundheitsexperte Johannes Singhammer der "Ärzte Zeitung". "Ein Aspekt, um gut ausgebildete Fachärzte in Deutschland zu halten, ist auch eine angemessene Vergütung", so Singhammer.

Zuvor hatte sich der Hausärzteverband bitter enttäuscht über die erneute Finanzspritze für das KV-System gezeigt. Bayerns Hausärzteverbands-Chef Dr. Wolfgang Hoppenthaller hatte kritisiert, es wäre besser gewesen, wenn die Koalition die hausärztliche Versorgung anstelle des maroden KV-Systems gestärkt hätte.

Diese Kritik des Hausärzteverbandes wies Singhammer als unbegründet zurück. "Schließlich werden alle Ärzte von dem Geld profitieren - auch die Hausärzte", sagte Singhammer. Mit der zusätzlichen Finanzspritze werde in allen Kassenärztlichen Vereinigungen mehr Geld ankommen.

"Wir haben uns massiv für die Hausärzte eingesetzt", betonte Singhammer. Das zeige sich vor allem auch in der erneuten Verlängerung des Bestandsschutzes der Hausarztverträge bis 30. Juni 2014. Damit habe man durchgesetzt, "was überhaupt möglich war".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »

Steigender Drogenkonsum bereitet Sorgen

Der Cannabiskonsum wird unter Jugendlichen langsam aber stetig populärer. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert einen massiven Ausbau der Präventionsangebote. mehr »