Ärzte Zeitung, 03.04.2011

Koalition berät über Tarifeinheit

STUTTGART (eb). Der Koalitionsausschuss von Union und FDP will am Dienstag über den Vorstoß von Arbeitgeberverbänden und DGB beraten, wonach künftig in einem Betrieb nur der Tarifvertrag der jeweils mitgliederstärksten Gewerkschaft Geltung haben soll.

Diese Tarifeinheit würde Spartengewerkschaften wie den Marburger Bund stark schwächen. Baden-Württembergs Kammer-Chef Dr. Ulrich Clever warnte, ein Einheitstarifvertrag könnte den Ärztemangel in Kliniken verschärfen.

Weder Ärzte noch Patienten bräuchten politische Entscheidungen, "die an der Versorgungs- und Arbeitsrealität in unseren Kliniken vorbeigehen", sagte Clever. Die arztspezifischen Tarifverträge in Krankenhäusern hätten sich seit Jahren bewährt, so der Kammer-Präsident.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19260)
Personen
Ulrich Clever (44)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »