Diabetiker im Nürnberger Praxisnetz besser eingestellt

Die Versorgung ist im Praxisnetz preiswerter und besser als im KV-System. Ärzte tragen dort Budgetverantwortung.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (sto). Kosten senken und Qualität steigern sind kein Widerspruch, meint der Vorsitzende des Nürnberger Praxisnetzes Qualität und Effizienz (QuE), Dr. Veit Wambach.

Das Netz könne seit 2007 belegen, dass es auch in Großstädten möglich ist, Wirtschaftlichkeitspotenziale in einem Praxisnetz zu heben und gleichzeitig die Qualität der Versorgung nachweisbar zu verbessern, berichtete Wambach bei einer Fachtagung der AOK Bayern in München.

Dem Netz gehören 61 haus- und fachärztliche Praxen an. Etwa 9500 Versicherte sind dort aktuell eingeschrieben.

Tatsächliche Ausgaben lagen unter den Normkosten

So lagen die tatsächlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung der im Gesundheitsnetz QuE eingeschriebenen AOK-Versicherten in den Jahren 2007 bis 2009 im Durchschnitt um 11,7 Prozent unter den zu erwartenden Normkosten, wie sie im Risikostrukturausgleich (RSA) ermittelt werden, berichtete Wambach.

Auf der anderen Seite hätten die Ergebnisse zum DMP Diabetes Typ 2 gezeigt, dass die im QuE-Netz betreuten Patienten 2009 im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt bei der Blutdruckeinstellung um knapp 17 Prozentpunkte bessere Werte aufweisen. Beim HbA1c lagen die Werte um knapp 14 Prozentpunkte und bei der Funduskopie um 15 Prozentpunkte über dem bayerischen Durchschnitt, berichtete Wambach.

Verbesserte Behandlungsprozesse

Zu den Kernelementen einer erfolgreichen Vernetzung gehört nach Wambachs Aussagen unter anderem eine erfolgs- und qualitätsorientierte Vergütung und die Bereitschaft zur Übernahme der Budgetverantwortung für eingeschriebene Patienten.

Durch sektorenübergreifendes Versorgungsmanagement könnten Behandlungsprozesse verbessert werden. Ein wesentliches Instrument, um das Verhalten der beteiligten Ärzte zu beeinflussen, sei eine netzspezifische Vergütung, die auf mehreren Qualitätsindikatoren aufbaut, so Wambach. So sei es gelungen, Umfang und Qualität der zu erbringenden Leistungen zu steuern, erläutert er.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Abb. 1: Studie DECLARE-TIMI 58: primärer Endpunkt „kardiovaskulärer Tod oder Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“ in der Gesamtkohorte

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [4]

Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 Präventiv statt reaktiv: Bei Typ-2-Diabetes mit Risikokonstellation Folgeerkrankungen verhindern

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Menschen im Park machen Qigong-Übungen

© zinkevych / Stock.adobe.com

Nutzen durch randomisierte Studie belegt

Qigong-Übungen senken erhöhten Blutdruck

Tablette, auf der GLP-1 steht

© THIBNH / Generated with AI / Stock.adobe.com

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?