Ärzte Zeitung, 02.09.2012

Rheinland-Pfalz

Weiterbildung Geriatrie wird leichter

In Rheinland-Pfalz wird es künftig für Ärzte leichter, sich in der Geriatrie weiterzubilden. Dafür hat die Kammer jetzt die "Fachkunde Geriatrie" eingeführt. Sie kann berufsbegleitend erworben werden.

MAINZ (chb). In Rheinland-Pfalz wird es für Ärzte leichter, Kompetenzen in der Geriatrie zu erwerben. Dafür hat die Landesärztekammer (LÄK) die "Fachkunde Geriatrie" eingeführt.

Das Besondere: Die zwölfmonatige Weiterbildungsmaßnahme kann berufsbegleitend und nachträglich absolviert werden - auch in ambulanten Einrichtungen.

Bislang ist eine Weiterbildung in Geriatrie hauptsächlich Krankenhäusern möglich. Für niedergelassene Ärzte kam eine geriatrische Weiterbildungsmaßnahme deshalb kaum in Frage, weil es ihnen unmöglich ist, für längere Zeit die Praxis zu verlassen.

Schwerpunkt und Zusatzweiterbildung

Für den Präsidenten der LÄK, Professor Frieder Hessenauer, ist die Fachkunde Geriatrie "eine komfortable Möglichkeit, um alltägliches Berufsleben und nachträglichen Kompetenzgewinn gut unter einen Hut zu bekommen".

Die Fachkunde sei eine regionale Besonderheit und auf die Bedürfnisse im Land zugeschnitten. Über Fachkunden für andere Gebiete werde nachgedacht.

Außerdem hat die LÄK beschlossen, dass künftig Ärzte innerhalb der Fachgebiete Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie den Schwerpunkt Geriatrie erwerben können.

Sechs Monate der 24-monatigen Weiterbildungszeit können ambulant geleistet werden.

Zudem können Ärzte die Zusatzweiterbildung Geriatrie anstreben. Schwerpunkt und Zusatzweiterbildung sind in Dauer und Inhalt deckungsgleich und so wechselseitig verwendbar.

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