Ärzte Zeitung, 10.09.2014

Honorarverhandlungen

18 Millionen Euro mehr für Thüringen

Nach den bundesweiten Verhandlungen bereitet sich die KV Thüringen auf Gespräche auf Landesebene vor.

WEIMAR. Das auf Bundesebene verhandelte Honorarplus von 826 Millionen Euro bringt Thüringens Kassenärzten rund 18 Millionen Euro - eine Steigerung von 2,2 Prozent.

Als unbefriedigende Lösung kritisierte KVT-Chefin Annette Rommel, dass die Finanzspritze für die hausärztliche Versorgung vor allem an das Vorhandensein einer VERAH-Assistentin gekoppelt wurde.

Davon werden demnach in Thüringen derzeit nur 100 Praxen profitieren.

Die KV bereite sich nun auf die Honorarverhandlungen auf Landesebene vor. Da der Bewertungsausschuss die Veränderungsrate für die Morbidität in Thüringen für das kommende Jahr auf 1,6 Prozent festgelegt hat - die höchste bundesweit -, werde man eine Aufstockung der Gesamtvergütung gegenüber den Krankenkassen mit Nachdruck vertreten, so Rommel.

In den vergangenen zwei Jahren konnte die KV Thüringen insgesamt eine Steigerung von rund elf Prozent sockelwirksam erreichen.

Die Vergütung der Hausärzte sei "zurzeit sehr gut abgesichert", im fachärztlichen Bereich hingegen noch "nicht adäquat". Zumal das Patientenaufkommen aufgrund der erhöhten Morbidität extrem hoch sei. (rbü)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »