Ärzte Zeitung, 20.11.2015

Baden-Württemberg

Medi rüstet sich für KV-Wahl

Im Wahlkampf will Medi 2016 mit anderen Verbänden wie dem Hartmannbund zusammenarbeiten.

STUTTGART. Bei der Delegiertenversammlung des Medi-Verbundes in Baden-Württemberg hat die bevorstehende KV-Wahl im Mittelpunkt gestanden. "Das ist im kommenden Jahr unser wichtigstes Thema", erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Baumgärtner.

Im Südwesten werde Medi eine eigene Wahlliste mit rund 100 Kandidaten aufstellen, hieß es. Darüber hinaus werde es drei weitere Listen von Medi-Kandidaten geben.

Die "Liste ärztlicher Psychotherapeuten, Psychosomatiker und Psychiater/Innen" von Medi-Vize Dr. Michael Ruland, die "Freie Liste" von Rolf Wachendorf und eine Liste für ermächtigte Ärztinnen und Ärzte. Außerdem würden einige Vertreter von Medi vereinzelt auf anderen Listen mitkandidieren.

"Unsere Verbände müssen wieder mehr Einfluss auf die Körperschaften bekommen", fordert Baumgärtner. Um dieses Ziel zu erreichen, will Medi innerhalb der Allianz Deutscher Ärzteverbände mit dem Hartmannbund, aber auch mit anderen Organisationen zusammenarbeiten.

"Als fachübergreifende Verbände haben wir ähnliche Ziele und Interessen", erklärt Baumgärtner, "deswegen halten wir es für sinnvoll, dass wir uns in einzelnen Ländern im Wahlkampf unterstützen."

Nach den Wahlen sollten sich alle Verbände, auch der Hausärzteverband, darauf einigen, wie es in den KVen und der KBV weitergeht. Im Wahlkampf werde auch die Nachbesetzung der Praxen eine wichtige Rolle spielen, kündigte er an. (aze)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Morphin bei Herzinfarkt – unverzichtbar aber umstritten

Morphin bei Herzinfarkt-Patienten: Die Sicherheit des Schmerzmittels hat sich in einer aktuellen Studie bewährt. Zweifel über ein mögliches Risiko bleiben aber vorerst. mehr »

Zu viele Hausbesuche = Regress!

Zwei hessische Landärzte wurden in Regress genommen, weil sie deutlich mehr Hausbesuche als ihre Kollegen absolviert haben. Über 50.000 Euro sollen sie zurückzahlen. Die Ärzte verstehen die Welt nicht mehr - und wehren sich. mehr »

Tot oder nicht tot – das ist hier die Frage

Särge mit Ausgängen und Glöckchen um die Arme: Schon seit Jahrhunderten ziehen Wissenschaftler die Eindeutigkeit des Todes in Zweifel. Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt Exponate, die dem Scheintod ein Schnippchen schlagen sollten. mehr »