Ärzte Zeitung, 21.04.2016

Sachsen-Anhalt

Grimm-Benne soll Ministerin für Gesundheit werden

MAGDEBURG. Neue Gesundheitsministerin in Sachsen-Anhalt soll Sozialdemokratin Petra Grimm-Benne werden. Amtsvorgänger Norbert Bischoff, ebenfalls SPD, geht in den Ruhestand.

Die gebürtige Wuppertalerin, Mutter von zwei Kindern, lebt seit 1991 in Schönebeck, einer Kreisstadt nahe Magdeburg. Seit zehn Jahren ist sie Mitglied des Landtags.

Hier war die Fachanwältin für Verwaltungsrecht zuletzt Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion, Leiterin des Arbeitskreises Soziales und Sprecherin für Sozial- und Gesundheitspolitik.

Ihr Fokus allerdings war bislang eher auf die Sozialpolitik ausgerichtet. "Die Kinder- und Jugendpolitik liegt mir besonders am Herzen", bekennt die 54-Jährige auf ihrer Internetseite.

In den kommenden fünf Jahren muss sie sich für eine weitere Entlastung der Hausärzte durch qualifiziertes medizinisches Personal, wie mobile Praxisassistentinnen und den Ausbau der Telemedizin zur Sicherung einer flächendeckenden ambulanten Versorgung stark machen. Diese Vorhaben aus dem SPD-Wahlprogramm fanden ihren Niederschlag im Koalitionsvertrag.

Mehr Mittel für Krankenhäuser beschlossen

Nicht verankert dagegen wurde das Ansinnen der SPD nach einer Öffnung der Kliniken für die ambulante Versorgung und ein verlässliches Konzept für eine demografiefeste Investitionsförderung der Krankenhäuser.

In diesem Punkt einigten sich die Koalitionäre lediglich auf die vage Aussage, bis 2019 Krankenhausmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen.

Erfahrungen mit Krankenhäusern kann Petra Grimm-Benne durch ihr Ehrenamt bei der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen-Anhalt nachweisen.

Innerhalb des Verbandes ist sie sowohl Stiftungsratsvorsitzende als auch Mitglied der Gesellschafterversammlung Soziale Dienste, der Krankenhausbetriebsgesellschaft sowie der Rehabilitation psychisch Kranker gGmbH Halle.

Auf das gesundheitspolitische Tagesgeschehen bezogen, hatte sie im vergangenen halben Jahr öffentlich die Wiedereinführung der Praxisgebühr abgelehnt und für die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge plädiert. (zie)

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