Ärzte Zeitung, 23.05.2016

Innovationsfonds

Hamburger Projekt buhlt um Fördermittel

HAMBURG. Ein in Hamburg geplantes Projekt zur medizinischen Versorgung älterer Menschen in Quartieren geht in das Rennen um Fördermittel aus dem Innovationsfonds.

Die Landeskonferenz Versorgung in Hamburg hat sich einstimmig für diesen Schritt ausgesprochen, weil das Modell "NetzWerk LebenPlus" "koordinierte Versorgung mit telemedizinischen Angeboten in der Betreuung und Therapie verknüpft", wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sagte.

Ziel des Projekts ist es, den Menschen ein selbstbestimmtes Leben möglichst lange in der eigenen Wohnung zu ermöglichen und die Pflegebedürftigkeit zu verlagern. Dafür werden digitale Angebote wie Videotelefonie mit Angehörigen, Ärzten und einer koordinierenden Stelle genutzt.

Auch ein digitaler Medikationsplan und Online-Coachings werden eingesetzt. Die koordinierende Stelle ist im Klinikträger Albertinen angesiedelt.

Ausgangspunkt für deren Arbeit ist ein ärztliches Assessment, das gesundheitliche Risiken und Ressourcen jedes Teilnehmers aufzeigt. Anschließend wird ein individueller Unterstützungsplan entwickelt. Die behandelnden Hausärzte und Hilfen im Umfeld sollen einbezogen und verknüpft werden.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt im Bezirk Eimsbüttel soll auf seine gesundheitswissenschaftlichen und ökonomischen Effekte hin evaluiert werden. Unterstützt wird es außer vom Klinikträger von der Techniker Kasse. Weitere Kassen können sich beteiligen. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »