Ärzte Zeitung, 24.10.2016
 

Physiotherapeuten

Bessere Vergütung bei Lymphödemen!

KÖLN. Physiotherapeuten fordern von den Krankenkassen eine bessere Vergütung der Entstauungstherapie für die Behandlung von Patienten mit Lymphödemen.

Die nach Krebsbehandlungen, bei Entzündungen oder bei Traumata eingesetzte Therapie sei zwar qualitativ hochwertig und hochwirksam, die Vergütung liege aber weit unter dem Satz für andere physiotherapeutische Leistungen, kritisiert der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK).

Da die Behandlung noch nicht einmal die Kosten decke, könnten die Physiotherapeuten sie nicht anbieten. Die Folge seien kostenintensive Krankenhausaufenthalte.

Der IFK und der Spitzenverband der Heilmittelverbände verweisen auf die Position des Gemeinsamen Bundesausschusses, dass die Kompressionsbandagierung außerhalb der Behandlungszeit der Manuellen Lymphdrainage stattfinden muss.

Die Kassen müssten nun eine deutliche Erhöhung der Vergütung umsetzen, "damit die Preise endlich auf ein akzeptables betriebswirtschaftliches Niveau angehoben werden können", betont die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger. (iss)

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