Ärzte Zeitung online, 31.05.2017

Ärztetag

Hausärzte ziehen positive Bilanz

Der Deutsche Hausärzteverband kann mit den Entscheidungen des Ärztetags sehr gut leben.

BERLIN. Der Deutsche Ärztetag vergangene Woche in Freiburg hätte für den Hausärzteverband kaum besser verlaufen können. Für die Allgemeinmedizin und die hausärztliche Versorgung seien die Entscheidungen ein großer Erfolg gewesen, so Verbandschef Ulrich Weigeldt in einem Schreiben an die Mitglieder.

Mit Blick auf die Sicherstellung der Versorgung erkenne der Ärztetag nicht nur die zentrale Bedeutung der Hausärzte für die flächendeckende Versorgung an, sondern stärke den Hausarzt als Leiter eines interprofessionellen Praxisteams.

So könnten nicht-ärztliche Berufe stärker in die Versorgung einbezogen werden, wobei klargestellt werde, dass immer der Hausarzt die Gesamtverantwortung trägt. "Das entspricht auch unserer Verbandsposition, so Weigeldt: "Ja zur spezifischen Delegation und Unterstützung, nein zur Substitution hausärztlicher Aufgaben!"

Als großen Erfolg wertet der Hausärzteverband auch , dass der so genannte Kopfteil der Muster-Weiterbildungsordnung zum Facharzt für Allgemeinmedizin beschlossen wurde. Keiner kann mehr Facharzt für Allgemeinmedizin werden, ohne einen Fuß in eine allgemeinmedizinische Weiterbildungspraxis gesetzt zu haben.

"Einige Gruppierungen" hätten versucht, die Weiterbildung Allgemeinmedizin zu verwässern. Das sei aber nicht gelungen. Weigeldt: "Für die Qualität unseres Fachs ist es ganz entscheidend, dass, wo Allgemeinmedizin drauf steht, auch Allgemeinmedizin drin ist!" (fuh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »