Ärzte Zeitung online, 07.07.2017
 

Psychotherapeuten

Nachzahlung bleibt wohl die Ausnahme

BERLIN. Das jüngste Urteil des Bundessozialgerichts in Sachen Psychotherapeutenhonorar wird nur wenigen Psychotherapeuten Nachzahlungen bescheren. Das meldet die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV). Denn etliche Therapeuten hätten inzwischen – auch, wie es wörtlich heißt, "auf Druck mancher Kassenärztlichen Vereinigungen" – ihren Widerspruch gegen den beklagten Honorarbescheid zurückkgezogen. Das BSG hatte kürzlich das 2007er Honorar als zu gering bemessen verworfen (wir berichteten).

Verbands-Vize Michael Ruh nimmt das aktuelle BSG-Urteil zum Anlass, gesetzgeberisches Handeln einzufordern. "Es ist eine seit Jahren anhaltende Zumutung für die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, regelmäßig eine verfassungskonforme Mindestvergütung einklagen zu müssen." In der kommenden Legislaturperiode sei das Thema "ganz oben auf die Agenda zu setzen und die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu präzisieren".

Weitere BSG-Urteile zum Psychotherapeutenhonorar der Jahre 2009 und folgende sind laut Verband im Oktober zu erwarten. (cw)

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