Ärzte Zeitung online, 10.01.2018

Telemedizin

SPD erfragt Position von Grün-Schwarz

STUTTGART. Die SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg drängt die Landesregierung, sich bei der Fernbehandlung zu positionieren. Diese werde künftig, "ein entscheidender Bestandteil der medizinischen Versorgung sein", meint die SPD in einem im Dezember vorgelegten Antrag. Jenseits des Modellprojekts der KV Baden-Württemberg stelle sich die Frage, welche weiteren Änderungen vor allem im Bundesrecht erforderlich sind. "Denn sonst könnten selbst erfolgreiche Modellprojekte am Ende scheitern", warnt die SPD. Die Landesregierung soll darstellen, inwiefern sie sich dafür einsetzt, den "rechtlichen Rahmen für die Fernbehandlung den Behandlungsmöglichkeiten der Gegenwart anzupassen". Möglich gemacht hat das Modellprojekt die geänderte Berufsordnung der Landesärztekammer. Im März will die KV in Kooperation mit dem Anbieter TeleClinic erstmals in Deutschland die ausschließliche Fernbehandlung von gesetzlich versicherten Patienten anbieten. Ziel des Projekts ist es unter anderem, Patienten telemedizinisch zu beraten und sie anschließend wenn nötig in die ambulante Versorgung zu lenken. So sollen die Notfallambulanzen der Kliniken entlastet werden.(fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

17:00Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

Keuchhusten - längst keine Kinderkrankheit mehr

An Pertussis erkranken in Deutschland vor allem Erwachsene. Sie stellen eine Gefahr für Säuglinge dar. Wir zeigen, wie viele Erkrankte es seit 2001 gab und wie alt sie waren. mehr »