Ärzte Zeitung online, 05.02.2018

Psychotherapie

PJ ja, aber ein halbes Jahr muss reichen

BERLIN. Sechs Jahre Studium und ein PJ für Psychotherapeuten? – Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) zeigt sich gegenüber den Reformempfehlungen des Wissenschaftsrates diskussionsbereit. Die Forderung nach mehr interdisziplinärer Kooperation sei richtig, so die Bundesvorsitzende der DPtV, Dipl.-Psych. Barbara Lubisch.

"Ob die Integration des ersten Studienabschnitts in ein allgemeines Psychologie-Studium der richtige Weg für die Psychotherapie ist, darüber muss noch diskutiert werden", räumt sie allerdings ein. Nichtsdestotrotz seien psychotherapierelevante Inhalte von Beginn des Studiums an wichtig.

Die Psychotherapeutenvereinigung unterstützt laut Lubisch auch die Möglichkeit eines Praktischen Jahres (PJ), "allerdings sollte ein halbes Jahr reichen, und es ist nach Wegen zu suchen, um das PJ in das Studium zu integrieren, so die DPtV-Vorsitzende. Zusätzlich zu den akademischen Prüfungen sei zudem das Staatsexamen "als Nachweis der praktischen Handlungskompetenz" unabdingbar. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »

Deutsches Gesundheitssystem mit Luft nach oben

Deutschland hat sein Gesundheitssystem seit der Jahrtausendwende verbessert, so eine Studie. Im Vergleich mit anderen Ländern hinkt es aber hinterher – insbesondere bei einer Krankheit. mehr »