Ärzte Zeitung online, 03.01.2019

BMG-Pläne

Online-Verzeichnis soll Hebammen-Suche erleichtern

Das Bundesgesundheitsministerium plant einem Medienbericht zufolge Verbesserungen für Hebammen und für Mütter bei der Suche nach Hebammen.

Online-Verzeichnis soll Hebammen-Suche helfen

Jede gesetzlich versicherte Frau hat während der Schwangerschaft, der Geburt, dem Wochenbett und der Stillzeit Anspruch auf die Hilfe durch eine Hebamme. Doch viele wissen das nicht.

© Monkey Business / stock.adobe.com

MÜNCHEN. Werdenden Müttern soll einem Medienbericht zufolge die Suche nach einer Hebamme in der Nähe ihres Wohnortes erleichtert werden.

Wie der „Münchner Merkur“ (Donnerstag) unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums berichtete, sollen dazu die Krankenkassen auf Basis ihrer Vertragspartnerliste ein Online-Verzeichnis von Hebammen aufbauen.

Um den Beruf attraktiver zu machen, will es das Ministerium demnach zudem Hebammen und Entbindungspflegern an Krankenhäusern erleichtern, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.

Dazu wolle man die Kliniken dabei unterstützen, ihren Hebammen eine Kinder-Betreuung anzubieten, die über die gewöhnlichen Kita-Öffnungszeiten hinausgeht.

Beide Maßnahmen sollen dem Bericht zufolge durch Änderungsanträge zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ermöglicht werden.

Viele nehmen keine Nachsorgehebamme in Anspruch

Jede gesetzlich versicherte Frau hat während der Schwangerschaft, der Geburt, dem Wochenbett und der Stillzeit Anspruch auf die Hilfe durch eine Hebamme. Doch jede fünfte Mutter erhält nach der Geburt ihres Kindes keine Hilfe von Nachsorgehebammen, wie eine Umfrage ergab. Das Marktforschungsinstituts SKOPOS hatte 1000 Frauen zu ihrer Suche nach einer Hebamme befragt.

Demnach war der häufigste Grund, warum keine Nachsorgehebamme in Anspruch genommen wurde, der, dass keine Hebamme in der näheren Umgebung verfügbar war. Und jede fünfte Frau suchte zwei Monate oder länger nach einer Hebamme. (dpa/ths)

Lesen Sie dazu auch:
Studie: Warum viele Frauen auf eine Hebamme verzichten

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Notfall-Probleme „an der Wurzel packen“

Gesundheitsminister Spahn stellt Details seiner Umbaupläne für die Notfallversorgung vor. Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie viele Interessen es bei dem Thema gibt. mehr »

„Wir müssen die Hamsterräder anhalten“

Es gibt in Deutschland ausreichend Ärzte, findet Professor Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni in Frankfurt. Welche Kernprobleme er sieht und wie die Versorgung verbessert werden kann, verrät er im Interview. mehr »

Thermometer aus der Blase gezogen

Mitunter verschwinden Gegenstände versehentlich in der Blase, manche stecken sich bewusst Besenstiele oder Fische ins Organ. Urologen konnten nun ein Thermometer über die Harnröhre eines Mannes entfernen – ganz ohne Op. mehr »