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Jugendmedizin-Kongress

Jugendliche – Schlusslicht bei Terminen?

Pädiater fürchten, dass Jugendliche angesichts des TSVG bei Terminvergabe das Nachsehen haben.

Veröffentlicht:

WEIMAR. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat beim Kongress für Jugendmedizin in Weimar vor einer Verschlechterung der Versorgung Jugendlicher wegen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) gewarnt.

„Wir müssen seit Jahren Termine zum Beispiele für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen von Säuglingen und Kleinkindern freihalten“, sagte Kongressleiter Michael Achenbach. „Werden für diese Altersgruppe die letzten verbliebenen Ressourcen für weitere Termine genutzt, bleibt praktisch keine Zeit mehr für jugendliche Patienten.“ Dabei seien diese bereits jetzt unterversorgt. Angesichts der Regelungen im TSVG stelle sich für ihn die Frage: „Wer bekommt dann keinen Termin mehr?“

In der Impfpflicht-Debatte warb der Verband für eine Regelung, die nicht nur Masern, sondern auch die anderen von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Schutzimpfungen für Kinder einschließt. Er forderte ein nationales Impfregister und umfassende Beratungsangebote für Eltern.

Angesichts von 1,1 Millionen übergewichtigen Kindern in Deutschland ging Verbandschef Thomas Fischbach hart mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ins Gericht. Ihre Strategie, Lebensmittelherstellern die Verringerung von Fett- und Zuckergehalt in ihren Produkten selbst zu überlassen, sei „ein Skandal“. Der Verband fordert eine Zuckersteuer, einfache Kennzeichnungen der Inhaltsstoffe und ein Werbeverbot für Produkte, die sich an Kinder richten. (zei)

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