Direkt zum Inhaltsbereich

Gesetzesinitiativen

Merkel lobt Spahn in den höchsten Tönen

Bundeskanzlerin Merkel hat sich zufrieden mit der Arbeit von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gezeigt: Er packe „sehr heiße Eisen“ an und habe vieles bewegt.

Thomas HommelVon Thomas Hommel Veröffentlicht:
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Jens Spahn als „sehr gut“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Jens Spahn als „sehr gut“.

© Michael Kappeler / dpa

BERLIN. Bei ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als „sehr gut“ bezeichnet.

Spahn schaffe „eine Menge weg“ und packe „sehr heiße Eisen“ an, sagte Merkel am Freitag vor der Bundespressekonferenz.

Nach der Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionschefin war Spahn als Verteidigungsminister gehandelt worden. Die Wahl fiel dann auf CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Spahn hatte erklärt, er habe am Telefon von der Personalie erfahren. Er sei „gerne“ Gesundheitsminister, und das gelte auch weiterhin.

„Dankbar“ für Durchgreifen bei der gematik

Merkel sagte, es sei richtig gewesen, den staatlichen Anteil an der Gesellschaft für Telematik-Anwendungen der Gesundheitskarte (gematik) auf 51 Prozent zu erhöhen und so für mehr Schwung bei der Gesundheitskarte zu sorgen.

Zu ihren ersten Amtshandlungen als Kanzlerin 2005 habe gehört, sich mit der Gesundheitskarte zu befassen. Sie habe in diesem Zusammenhang lange auf die Selbstverwaltung gesetzt, sei jetzt aber „dankbar“, dass Spahn „da mal durchgegriffen hat“.

Auch mit dem geplanten Masernschutzgesetz habe Spahn einen „wichtigen Baustein“ gesetzt, betonte Merkel.

Dasselbe gelte für die Neuorganisation der Strukturen der Organspende. „Auch in der Pflege ist sehr, sehr viel passiert“, sagte Merkel und verwies auf die „Konzertierte Aktion Pflege“ (KAP).

Freilich gebe der Koalitionsvertrag Spahn auch die Möglichkeiten, einiges anzupacken. „Es ist ein gutes Fundament da.“

Fachkräftemangel ein „großes Thema“

Ein großes Thema im Herbst soll laut Merkel der Fachkräfteengpass sein. Bei der Umsetzung des kürzlich beschlossenen Einwanderungsgesetzes, das qualifizierten Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland erleichtern soll, werde die Wirtschaft einbezogen. „Da werden wir sehr detailliert arbeiten.“

Mit der gezielten Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland will die Bundesregierung auch den wachsenden Personalmangel in der Pflege lindern.

Gesundheitsminister Spahn war erst kürzlich in den Kosovo gereist. Zusammen mit seinem Amtskollegen auf kosovarischer Seite, Uran Ismajli, hatte er in Pristina eine Erklärung zur gegenseitigen Hilfe bei Gesundheitsfragen unterzeichnet. Dazu gehört auch die Anwerbung junger Pflegekräfte. Der Balkanstaat bilde „über den eigenen Bedarf“ aus, so Spahn.

Bei Pflege-Arbeitgebern stieß der Vorstoß auf Lob. Kritiker befürchten dagegen, das gezielte Anwerben ausländischer Fachkräfte führe zum „Talentschwund“ in anderen Ländern. Wichtiger sei es, die Arbeitsbedingungen für Pflegende in Deutschland zu verbessern.

„Ich kann die Funktionen ausüben“

Angesprochen auf ihren Gesundheitszustand erklärte Merkel, es gehe ihr gut. „Ich kann die Funktionen ausüben.“ Sie wünsche sich „ein zweites Leben“ nach ihrer politischen Laufbahn. „Und das würde ich gerne gesund weiterführen.“

Merkel hatte zuletzt bei mehreren öffentlichen Auftritten Zitteranfälle am ganzen Körper erlitten. Seitdem waren vermehrt Fragen nach ihrem gesundheitlichen Zustand aufgekommen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Novelle der GOÄ kommt – echt jetzt?

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

© Vladimir Vladimirov | iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Round-Table-Gespräch

Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

© Aitor Diago | Getty Images

Wer, wann, womit?

Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?