Ärzte Zeitung, 02.05.2011

Versorgung in der Schweiz wird immer teurer

BASEL (eb). 653 Franken pro Monat (etwa 510 Euro) hat jeder Bürger der Schweiz im Jahr 2009 für Gesundheit bezahlt. Insgesamt wurden nach aktuellen Angaben des Schweizer Bundesamts für Statistik 61 Milliarden Franken (47,5 Milliarden Euro) ausgegeben. Das sind 11,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) - ein neuer Rekord.

Der Schweiz verfügt somit über das zweitteuerste Gesundheitswesen der Welt. Nur die Vereinigten Staaten gaben mit 16 Prozent des BIP mehr für ihre Gesundheit aus.

Von den 653 Franken, die jeder Schweizer Einwohner pro Monat für die Gesundheit zahlt, können 229 Franken (178 Euro) durch Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden. Hinzu kommen Leistungen von Zusatzversicherungen. Allerdings haben die Schweizer Haushalte auch 200 Franken (156 Euro) aus der eigenen Tasche bezahlt. Das zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik.

In fast allen Leistungskategorien sind die Gesundheitskosten gestiegen. Am stärksten nahmen die Kosten bei der ambulanten Behandlung in Spitälern mit 6,3 Prozent zu. Bei der stationären Akutbehandlung wurde ein Zuwachs von 4,4 Prozent ermittelt. Viele Schweizer Bürger fragen sich, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen steigenden Kosten und steigender Qualität gibt. Dieser Zusammenhang sei nicht zu erkennen, hieß es.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »