Ärzte Zeitung online, 26.01.2012

UN gegen die "fünf größten Killer"

NEW YORK (dpa). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will in seiner neuen Amtszeit eine Kampagne zur Ausrottung der "fünf größten Killer" unter den Krankheiten starten.

UN gegen die "fünf größten Killer"

Ban Ki Moon: Nachhaltige Entwicklung.

© Nabil Mounzer / epa / dpa

Das solle Malaria, Kinderlähmung, HIV/Aids bei Kindern, Masern und Tetanus betreffen, sagte der Südkoreaner am Mittwoch in New York. Ban hatte mit dem Jahreswechsel seine zweite fünfjährige Amtszeit begonnen.

Weiter schlug er vor, aus der Antarktis ein Weltnaturschutzgebiet zu machen. "Dies ist ein Plan, um das meiste aus den Chancen zu machen, die wir haben", sagte Ban vor der Vollversammlung der 193 UN-Staaten.

Alle müssten für eine bessere Welt einstehen, insbesondere mit der klaren Verteidigung der Menschenrechte.

Eine nachhaltige Entwicklung nannte Ban als Hauptziel, danach die Vermeidung oder Beilegung von Konflikten und Katastrophen. Dritter Punkt ist die Schaffung einer sichereren Welt.

Weiter sollten die UN-Staaten in einer Übergangsphase stärker unterstützen. Zuletzt nannte Ban die Nutzung der Kraft und Ideen von Frauen und jungen Menschen.

Kritiker werfen Ban allerdings vor, der 67-Jährige verstehe sich zu sehr als repräsentativer Diplomat und zu wenig als politischer Führer wie sein Vorgänger Kofi Annan. Drittes Machtorgan der UN ist die Vollversammlung, das Parlament der 193 Staaten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »