Direkt zum Inhaltsbereich

Uganda

Ebola-Epidemie unter Kontrolle

Hunderte Menschen unter Kontrolle, Dutzende infiziert: Der Ebola-Ausbruch in Uganda ist einer der größten der letzten Jahre. Jetzt ist er offenbar unter Kontrolle.

Veröffentlicht:
Desinfektion im Krankenhaus von Kigadi: Der Ebola-Ausbruch ist offenbar unter Kontrolle.

Desinfektion im Krankenhaus von Kigadi: Der Ebola-Ausbruch ist offenbar unter Kontrolle.

© Agus Morales / MSF / epa / dpa

ADDIS ABEBA/KAMPALA (nös). Rund fünf Wochen nach dem Ausbruch von Ebola in Uganda ist die Epidemie Expertenangaben zufolge unter Kontrolle.

"Aber wir müssen diejenigen, die Kontakt mit Ebola-Patienten hatten, weiter beobachten", sagte der Vize-Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Solomon Fisseha, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Seit Anfang Juli hatten sich im Distrikt Kibaale im Westen des Landes Dutzende Menschen mit dem Filovirus infiziert, 16 von ihnen starben.

Nach Angaben des WHO-Regionalbüros für Afrika von Montag gehen die Behörden bislang von 59 Fällen Patienten aus, die an dem hämorrhagischen Fieber erkrankt sind. Bislang wurden jedoch nur 10 Fälle im Labor bestätigt.

"Es gibt jetzt nur noch Fälle in Kibaale, der Ebola-Ausbruch ist unter Kontrolle", erklärte Fisseha. Dort wurden 36 Erkrankte im Krankenhaus von Kagadi isoliert, 29 Patienten sind den Angaben zufolge bereits auf dem Weg der Genesung.

Bis zum Dienstag wurden 398 Bewohner der Region gemeldet, die unter Beobachtung stehen, weil sie mit Erkrankten in Kontakt gekommen waren.

«Wir können erst nach 21 Tagen sicher sein, dass sie nicht mit dem Virus infiziert sind", so Fisseha. 84 Erkrankte haben diese Zeit bereits überstanden, ohne Symptome zu entwickeln.

Während der Epidemie starb zudem ein Arzt an den Folgen des hämorrhagischen Fiebers. Er hatte erkrankte Mitglieder einer Familie behandelt, die in Verbindung zu dem Indexfall stehen soll.

Von den sieben Krankenschwestern und Pflegern, die mit dem Arzt zusammengearbeitet hatten, ist nach Angaben der WHO bislang allerdings niemand erkrankt. Das spreche dafür, dass es keine Ausweitung der Epidemie gebe.

Neben WHO-Teams sind seit Wochen auch Experten des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC), des ugandischen Roten Kreuzes und der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Einsatz.

Bei zwei Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit.

Eine Infektion mit Ebola-Viren verläuft häufig letal. Benannt ist die Krankheit nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo, in dessen Nähe sich die Epidemie 1976 erstmals ausbreitete.

Mit Material von dpa

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?