Ärzte Zeitung online, 10.02.2016

Ärzte ohne Grenzen

In Syrien seit Jahresanfang 13 Kliniken bombardiert

Immer wieder werden im Syrienkrieg Krankenhäuser Zielscheibe von Luftangriffen. Zuletzt starben bei einem Bombardement auf ein Hospital drei Menschen.

KAIRO. Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Süden Syriens hat es nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) drei Tote gegeben. Sechs weitere Menschen seien bei der Bombardierung des von MSF unterstützten Hospitals in der Stadt Tafas zwölf Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt verletzt wordent.

MSF äußerte sich nicht dazu, wer den Angriff am vergangenen Freitag geflogen hat. In der Region gab es zuletzt intensive Luftangriffe der syrischen Luftwaffe und der mit ihnen verbündeten russischen Streitkräfte zur Unterstützung der Regierungstruppen. 20 000 Einwohner von Tafas sind laut MSF aus der Stadt geflohen.

"Allein seit Jahresbeginn wurden 13 Gesundheitseinrichtungen in Syrien bombardiert. Das zeigt, dass auch Kliniken keine Orte mehr sind, an denen Patienten in Sicherheit genesen können", beklagte MSF. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »