Ärzte Zeitung online, 28.06.2017

Großbritannien

Der Brexit-Blog: Innenansichten

Kommentar von Wolfgang van den Bergh

Was erwartet Ärzte, Schwestern und Pfleger, die seit Jahren in Großbritannien leben, nach dem Brexit? Regierungschefin Theresa May deutete beim jüngsten Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel an, dass die über drei Millionen EU-Bürger ein Bleiberecht erhalten. Können damit 55 000 Beschäftigte in der Gesundheitsbranche aufatmen? Das wäre denn wohl doch etwas verfrüht.

Schon heute genießen EU-Bürger nach fünf Jahren im Vereinigten Königreich ein Bleiberecht. Freizügigkeit bedeutet etwas anderes, wie SPD-Europa-Politiker Jo Leinen kürzlich im Interview beschrieben hat: zum Beispiel keine Unterschiede bei Kranken- und Rentenversicherung und keine Diskriminierung bei Arbeitsrechten. Kritiker befürchten zukünftig sogar eine höhere Besteuerung von EU-Bürgern.

Das sind die Stolpersteine, die zunächst noch aus dem Weg geräumt werden müssen. Auch ein Scheitern, wenngleich dies ein Worst-Case-Szenario beschreibt, kann heute immer noch nicht ausgeschlossen werden. Stichwort Geld: Die Vorstellungen über Ausgleichszahlungen liegen Lichtjahre auseinander.

Mit unserem neuen Blog halten wir Sie aktuell auf dem Laufenden. Begleiten Sie meinen Kollegen Arndt Striegler auf seiner Reise durchs britische Gesundheitswesen.

Lesen Sie dazu auch:
Korrespondent Arndt Striegler bloggt: "Es wird nichts sein wie früher!"

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Notfall-Probleme „an der Wurzel packen“

Gesundheitsminister Spahn stellt Details seiner Umbaupläne für die Notfallversorgung vor. Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie viele Interessen es bei dem Thema gibt. mehr »

„Wir müssen die Hamsterräder anhalten“

Es gibt in Deutschland ausreichend Ärzte, findet Professor Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni in Frankfurt. Welche Kernprobleme er sieht und wie die Versorgung verbessert werden kann, verrät er im Interview. mehr »

Thermometer aus der Blase gezogen

Mitunter verschwinden Gegenstände versehentlich in der Blase, manche stecken sich bewusst Besenstiele oder Fische ins Organ. Urologen konnten nun ein Thermometer über die Harnröhre eines Mannes entfernen – ganz ohne Op. mehr »