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Wer hilft wem? China als Partner in der Gesundheitswirtschaft

Jens Spahn und sein Ministerkollege MA Xiaowei aus China haben einen "Rahmenplan für Gesundheit" unterzeichnet.

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BERLIN. Deutschland und die Chinesische Volksrepublik stehen vor einem gemeinsamen Problem: Die Bevölkerungen sowohl des 1,2 Milliardenvolkes in Asien als auch Deutschlands mit seinen gut 80 Millionen Menschen marschieren im Gleichschritt Richtung demografischer Wandel.

Im Zuge der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Montag haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein chinesischer Amtskollege MA Xiaowei einen zunächst bis 2020 befristeten "Rahmenplan für Gesundheit" unterzeichnet.

Der Plan, der der "Ärzte Zeitung" vorliegt, thematisiert sowohl die zunehmend prekäre Situation auf dem Pflegearbeitsmarkt als auch den sich abzeichnenden Ärztemangel. "Aufgrund der demografischen Entwicklung ist in den nächsten Jahrzehnten mit einem wachsenden Bedarf an Ärztinnen und Ärzten zu rechnen", heißt es in dem Text.

Es liege daher im Interesse beider Seiten sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit der medizinischen Gesellschaften weiter gedeihe, um Ärzten aus beiden Ländern Zugang zur Aus- und Weiterbildung im jeweils anderen Land oder durch den Austausch von Experten zu ermöglichen.

Einen solchen Austausch gibt es im kleinen bereits heute. Der ärztliche Nachwuchs in beiden Ländern wird seit 25 Jahren gefördert. Jährlich werden zehn bis 15 deutsche Famulanten in den Universitäten in Wuhan, Schanghai, Kanton und anderen ausgebildet. Außerdem: Seit 1984 treffen sich chinesische und deutsche Ärzte regelmäßig in der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin.

Ähnlich diplomatisch wie bei den Ärzten gehen die Autoren des Rahmenplans auch das Thema Pflege an. "Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko schwerer Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit." Zugleich wachse die Nachfrage nach professioneller Pflege, während das Arbeitskräftepotenzial sinke.

Sowohl im dienstleistungsorientierten, aber auch im industriellen Teil der Gesundheitswirtschaft wollen beide Staaten daher enger zusammenarbeiten. Ausdrücklich betont das Papier, dass sich private Unternehmen stärker in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Gesundheitssektor engagieren sollen. (af)

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