Ärzte Zeitung online, 22.11.2017

Regierungsbildung

CDU-Politiker Hennrich für GroKo

BERLIN. Der CDU-Gesundheitspolitiker Michael Hennrich hat sich für eine Zusammenarbeit mit der SPD ausgesprochen. Hier sei das Vertrauen der Akteure untereinander höher als in der gescheiterten Jamaika-Koalition.

"Am Ende muss es eine Große Koalition geben", sagte der Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg bei einer Cognomed-Veranstaltung am Mittwochnachmittag in Berlin. Sie garantiere Stabilität und böte zudem beiden Volksparteien die Chance für einen Erneuerungsprozess, ergänzte er im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“. „Es muss klar sein, dass wir damit nur eine Übergangszeit aufs Gleis setzen“, sagte Hennrich.

Für die Gesundheitspolitik in der kommenden Legislaturperiode vordringlich bezeichnete Hennrich die Lösung der Personalengpässe in der Pflege, die Finanzierung der Gesundheitsversorgung und den Finanzausgleich der Krankenkassen untereinander sowie die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Um Kritik an einer "gefühlten Zweiklassenmedizin" die Spitze zu nehmen, könne er sich eine Angleichung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und des EBM vorstellen, sagte der CDU-Abgeordnete. "Das ist ein schöner Ansatz, um das Thema zu entschärfen", so Hennrich. (af)

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