Ärzte Zeitung, 19.10.2009

BVA weist Kritik an Gesundheitsfonds als haltlos zurück

BERLIN (fst/ble). Das Bundesversicherungsamt (BVA) und der AOK-Bundesverband haben Berichte zurückgewiesen, wonach die Ortskrankenkassen aufgrund ihr nicht zustehender Zuweisungen rund eine Milliarde Euro an den Gesundheitsfonds zurückzahlen müssen. Die Summe, so BVA-Präsident Josef Hecken, belaufe sich auf 172 Millionen Euro.

Grund für die geringeren Zuweisungen seien halbjährliche Anpassungen, mit denen das BVA auf die Entwicklung des Versichertenbestands bei den Kassen reagiert. "Das ist richtig so, denn eine Veränderung im Versichertenbestand verändert auch die Ausgabenprofile", sagte der BVA-Chef. Dieser "Service" erleichtere den Kassen die Finanzplanung.

Die Minderzahlung an das AOK-System mache lediglich 0,4 Prozent der gesamten Zuweisungen an die Ortskassen von 43 Milliarden Euro pro Jahr aus, so Hecken. Dabei entwickelten sich auch innerhalb des AOK-Systems die Zuweisungen unterschiedlich - "einige AOKen erhalten höhere Zuweisungen, andere geringere".

"Der Gesundheitsfonds funktioniert", sagte auch AOK-Chef Herbert Reichelt. Die Rückzahlung bewege sich im Rahmen üblicher Schwankungen bei Abschlagsverfahren. Vermutlich seien falsche Vergleichszahlen miteinander ins Verhältnis gesetzt worden und man so auf eine "vollkommen überhöhte Rückzahlungssumme" gekommen. Offensichtlich sei dabei der erste mit dem dritten Bescheid des BVA verglichen worden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »