Ärzte Zeitung, 14.06.2010

Lungenfunktion bei DMP-Patienten deutlich gebessert

MÜNCHEN (sto). Asthmatiker, die am DMP Asthma teilnehmen, geben häufiger das Rauchen auf und weisen langfristig bessere Lungenfunktionswerte auf als Nichtteilnehmer. Das zeigt der erste Auswertungsbericht der AOK Bayern für das Disease-Management-Programm Asthma.

Bayernweit haben sich seit dem Start des Programms im Jahr 2006 insgesamt 48 457 Versicherte der AOK in das DMP Asthma eingeschrieben, das in Bayern unter der Bezeichnung AOK-Curaplan angeboten wird. Etwa 18 Prozent davon waren anfangs Raucher. 38 Prozent von ihnen gaben innerhalb von drei Jahren das Rauchen auf, teilte die AOK jetzt mit.

Nach den vorliegenden Daten nimmt die Häufigkeit der Asthma-Symptome insgesamt bei den meisten Teilnehmern ab. Bei etwa 85 bis 90 Prozent der Patienten besserte sich der Peak-Flow-Wert im Verlauf oder blieb auf gleichem Niveau. Der Anteil der Patienten, die Kortison einnehmen müssen, verringerte sich um rund 40 Prozent.

Der Auswertungsbericht bezieht sich auf einen Zeitraum von rund drei Jahren und beruht auf den Daten von 35 871 teilnehmenden Asthma-Patienten.

Die Teilnehmer waren bei Aufnahme in das DMP im Schnitt 46 Jahre alt, der Anteil der Mädchen und Frauen liegt bei 59 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »