Ärzte Zeitung, 14.02.2011

5000 Versicherte der AOK Bayern wollen Hausarztvertrag

MÜNCHEN (sto). Mehr als 5000 Versicherte der AOK Bayern haben sich in einer internetbasierten Umfrage für einen Hausarztvertrag ausgesprochen, der eine bessere Versorgung ermöglichen soll und unnötige Krankenhauseinweisungen und Doppeluntersuchungen vermeiden will. Die große Mehrheit der Versicherten sei jedoch nicht bereit, dafür einen zusätzlichen Beitrag zu bezahlen, teilte die AOK Bayern mit.

Inzwischen habe es erste Gespräche mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) über einen neuen AOK-Hausarztvertrag gegeben, teilte die Kasse mit. Beide Seiten hätten Stillschweigen vereinbart. Zuvor habe es jedoch "Sondierungsgespräche mit Vertretern verschiedener ärztlicher Organisationen" gegeben, hieß es.

Für die Weiterentwicklung der hausarztzentrierten Versorgung in Bayern sei der AOK insbesondere eine effiziente Qualitätssicherung und die langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum wichtig, betonte AOK-Vorsitzender Dr. Helmut Platzer. Die hausarztzentrierte Versorgung müsse weiter gestärkt werden. Ziel sei der zügige Abschluss entsprechender Verträge, erklärte Platzer.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum haben immer mehr junge Menschen Darmkrebs?

In Deutschland steigt die Darmkrebshäufigkeit bei unter 50-Jährigen. Vermutungen gibt es, woran's liegt. Forscher suchen nach Risikofaktoren, um vorzubeugen. mehr »

Familienchaos befeuert kindliches Asthma

Depressionen, Streit und Chaos innerhalb der Familie lassen die Symptome asthmakranker Kinder eskalieren und mindern die Chancen für eine bedarfsgerechte Versorgung. Eine Studie hat die Zusammenhänge genauer erforscht. mehr »

Nur Amyloid geben – Das ist wohl zu kurz gedacht

Jahrelang stand Beta-Amyloid im Fokus von neuen Alzheimer-Therapien – bislang ohne Erfolg. Offenbar wurden andere Faktoren unterschätzt, vermutet Professorin Agnes Flöel von der Universitätsmedizin Greifswald. mehr »