Ärzte Zeitung, 14.02.2011

5000 Versicherte der AOK Bayern wollen Hausarztvertrag

MÜNCHEN (sto). Mehr als 5000 Versicherte der AOK Bayern haben sich in einer internetbasierten Umfrage für einen Hausarztvertrag ausgesprochen, der eine bessere Versorgung ermöglichen soll und unnötige Krankenhauseinweisungen und Doppeluntersuchungen vermeiden will. Die große Mehrheit der Versicherten sei jedoch nicht bereit, dafür einen zusätzlichen Beitrag zu bezahlen, teilte die AOK Bayern mit.

Inzwischen habe es erste Gespräche mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) über einen neuen AOK-Hausarztvertrag gegeben, teilte die Kasse mit. Beide Seiten hätten Stillschweigen vereinbart. Zuvor habe es jedoch "Sondierungsgespräche mit Vertretern verschiedener ärztlicher Organisationen" gegeben, hieß es.

Für die Weiterentwicklung der hausarztzentrierten Versorgung in Bayern sei der AOK insbesondere eine effiziente Qualitätssicherung und die langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum wichtig, betonte AOK-Vorsitzender Dr. Helmut Platzer. Die hausarztzentrierte Versorgung müsse weiter gestärkt werden. Ziel sei der zügige Abschluss entsprechender Verträge, erklärte Platzer.

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