Ärzte Zeitung App, 18.11.2014

Menschen mit Behinderung

Kassen sollen Praxen empfehlen dürfen

BERLIN. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat einen Beschluss für den Bundestag vorgelegt, um die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung zu verbessern.

Darin fordern die Abgeordneten die Bundesregierung unter anderem dazu auf, einen Entwurf vorzulegen, damit Kassen ihren Versicherten künftig Arztpraxen empfehlen dürfen, die "in baulicher und fachlicher Hinsicht für eine barrierefreie gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung geeignet sind".

Ebenso solle die Barrierefreiheit als Qualitätskriterium bei der Krankenhausplanung der Länder aufgenommen werden. Auch solle die Regierung sich dafür einsetzen, dass die speziellen Anforderungen an die Versorgung von Behinderten in die Ausbildungscurricula aller Gesundheitsberufe aufgenommen werden.

Deutschland hat 2009 die UN-Behintertenrechtskonvention ratifiziert. In Artikel 25 verpflichten sich die Unterzeichner, Behinderten gleichwertigen Zugang zum Gesundheitswesen zu sichern. (bee)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16752)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »