Ärzte Zeitung, 30.11.2015

Brandenburg

AOK blickt auf ihre Gründung und nach vorn

Ex-Ministerpräsident Stolpe würdigt Aufbauleistung der AOK nach der Wende. Die Herausforderungen seien groß.

POTSDAM. Mit einer Podiumsdiskussion hat die AOK Nordost die Gründung der AOK Brandenburg zum 1. Januar 1991 gefeiert.

Der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs, Dr. Manfred Stolpe, würdigte die Rolle der Kasse im Wendeprozess als "unverzichtbare Aufbauleistung". Die AOK in Brandenburg habe eine "große Verantwortung und die Hauptlast bei der Einführung der GKV" getragen, sagte Stolpe.

Auch der Chef der AOK Nordost, Frank Michalak, blickte auf die Anfangsjahre einer der drei länderspezifischen Vorgängerkassen zurück.

"Es galt für alle Akteure, wichtige gesundheitspolitische Weichenstellungen und große Herausforderungen zu meistern: die Gesundheitswirtschaft in den neuen Ländern musste von einem planwirtschaftlich organisierten System auf die Bedingungen des Marktes auf der Basis des Sozialgesetzbuches umgestellt werden", so Michalak.

Er zeigte sich überzeugt, dass der heutige Kassenwettbewerb für Versicherte günstig ist.

Den Aufbau einer effektiven Gesundheitsinfrastruktur in Brandenburg, die Öffnung der Kassen für den Wettbewerb und die Gestaltung eines gerechten Risikostrukturausgleiches zwischen den Kassen betrachtet die AOK Nordost als wichtige Bewährungsproben der Gesundheitspolitik seit der Wende.

Für die Zukunft sieht sie andere Schwerpunkte: Der demografische Wandel, die weitere Etablierung vernetzter Versorgungsstrukturen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen seien Stichworte für die anstehenden Herausforderungen. (ami)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16766)
Brandenburg (495)
Organisationen
AOK (7127)
Personen
Frank Michalak (69)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »