Ärzte Zeitung, 16.09.2016
 

25-jähriges Bestehen

Vdek Schleswig-Holstein blickt auf Historie

1991 startete die Landesvertretung des vdek mit einem Schreibtisch in den Räumen der Barmer. Nun feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen.

KIEL. Der Ersatzkassenverband vdek Schleswig-Holstein hat das 25-jährige Bestehen seiner Landesvertretung gefeiert – und viel Lob von Politik und Heilberufen für seine konstruktive Arbeit erhalten.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) bescheinigte dem vdek eine "Erfolgsgeschichte" und verwies auf Projekte im schleswig-holsteinischen Gesundheitswesen, die ohne den Verband wohl nicht denkbar gewesen wären, wie das bundesweit einmalige Brustkrebs-Früherkennungsprogramm QuaMaDi und Modelle zur integrierten Versorgung.

Vdek-Bundeschefin Ulrike Elsner erinnerte an die maßgebliche Unterstützung der Landesvertretung nach Gründung des bundesweiten ersten Ärztenetzes, der Medizinischen Qualitätsgemeinschaft Rendsburg (MQR) vor 20 Jahren. Auch viele Vertreter der Heilberufe bescheinigten dem vdek, mit seiner Landesvertretung oft konstruktiv an Lösungen mitgearbeitet zu haben.

Verhältnis zu Niedergelassenen war auch mal angespannt

Allerdings gab es auch Zeiten, in denen das Verhältnis zu den niedergelassenen Ärzten angespannt war. Vor allem unter den ehrenamtlichen KV-Vorständen erinnern sich viele noch an die oft von gegenseitigen Anschuldigungen geprägten Auseinandersetzungen.

Dass sich die Landesvertretung als wichtiger Akteur im Gesundheitswesen etablieren konnte, verdankt sie auch ihren drei bisherigen Leitern Günter Ploß, Dietmar Katzer und Armin Tank. Ploß startete 1991 mit einem Schreibtisch in den Räumen der Barmer Landesvertretung.

Heute arbeiten 17 Mitarbeiter in bester Kieler Lage, räumlich unabhängig von Mitgliedskassen.

Nötig geworden war die Einrichtung solcher Landesvertretungen wegen der gesundheitspolitischen Lage Anfang der 90er Jahre, wie Schleswig-Holsteins damaliger Sozialminister Günther Jansen berichtete.

Landesvertretungen als "politische Brückenköpfe"

Damals gab es Bestrebungen, die bundesweiten Ersatzkassen zu regionalisieren: "Die Länder wollten gern alle Krankenkassen als regionale Ansprechpartner und gleichzeitig die Rechtsaufsicht über sie."

Um das abzuwenden, gründeten die Ersatzkassen die Landesvertretungen als "politische Brückenköpfe". Ihre Aufgaben heute sehen die Landesvertretungen neben der politischen Interessenvertretung auch in der Versorgungsgestaltung und in Dienstleistungen für ihre Mitgliedskassen.

Nach Auffassung Jansens ist der Erfolg auch im partnerschaftlichen Umgang in der Selbstverwaltung begründet. Er appellierte an Heilberufe und Kassen, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen. (di)

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