Ärzte Zeitung online, 27.04.2018

BKK-Versicherte

Arbeitsunfälle sorgen je Jahr für 0,8 AU-Tage

Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wirft der BKK-Dachverband einen Blick in seine Statistik.

BERLIN. 4,2 Prozent aller AU-Tage geht bei BKK-versicherten Beschäftigten auf Arbeitsunfälle zurück. Das sind je Beschäftigem im Schnitt 0,8 AU-Tage pro Jahr, wobei Männer mit 1,0 AU-Tagen doppelt so oft betroffen sind wie Frauen mit 0,5.

Diese Zahlen veröffentlichte der BKK-Dachverband am Freitag anlässlich des Welttages für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April. Laut Verband stützen sich die Zahlen auf eine Auswertung von rund 4,5 Millionen versicherten Arbeitnehmern.

Große Unterschiede bei Arbeitsunfällen bestünden auch zwischen den Berufsgruppen. Insbesondere bei den Tätigkeiten mit hoher körperlicher Arbeitsbelastung träten – wenig verwunderlich – besonders häufig Unfälle auf.

Bei den Handwerksberufen seien die Hoch- und Tiefbauberufe sowie auch die (Innen-)Ausbauberufe besonders stark betroffen. Aber auch Fahrzeugführer sowie Beschäftigte in der Landwirtschaft seien häufig aufgrund eines Arbeitsunfalls krankgeschrieben.

Dagegen wiesen die klassischen Büroberufe und die IT-Branche die wenigsten AU-Tage aufgrund eines Arbeitsunfalls auf. Im Vergleich zu den Hoch- und Tiefbauberufen (2,9 AU-Tage je Beschäftigten) fielen hier nur 0,2 AU-Tage je Beschäftigten an.

"Es müssen auch Konzepte entwickelt werden, die die Gesundheit der Belegschaften am Arbeitsplatz fördern und bei Langzeiterkrankungen die Rückkehr in die Tätigkeit ermöglichen", fordert Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »