Ärzte Zeitung, 17.05.2013
 

DDR-Arzneitests

Bahr rät zur sachlichen Debatte

BERLIN. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat eine komplette Aufklärung des Skandals um Arzneitests von Westfirmen in der DDR gefordert. Er begrüße es daher, dass das Bundesinnenministerium eine Studie unterstützen will, um die entsprechenden Daten aufzuarbeiten.

"Es geht um die Aufarbeitung von DDR-Unrecht", sagte Bahr der "Ärzte Zeitung". Auch Pharmaunternehmen sollten sich daran beteiligen. "Die betroffenen Menschen müssen Klarheit haben, was damals in der DDR mit ihnen geschehen ist. Die DDR war ein Unrechtsstaat, insofern wundern mich die Vorwürfe nicht", so Bahr.

Offenbar gebe es den Verdacht, dass es zwar entsprechende Gesetze in der DDR gab, die aber nicht eingehalten wurden. Das müsse komplett aufgeklärt werden. "Ich rate jedoch zu einer sachlichen Debatte. Vor allem sollte nicht in der Wortwahl überzogen werden", sagte Bahr. (sun/vdb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »

Sechs Kassen auf der Kippe – Barmer-Chef fordert Reformen

Dramatischer Zwischenruf: Das wirtschaftliche Gefüge der GKV sei instabil, sagt Barmer Chef Straub. Rund ein halbes Dutzend großer Kassen würden nur noch von der guten Konjunktur getragen. mehr »