Ärzte Zeitung, 23.09.2014

"Pille danach"

"Abstimmung im Bundestag wird vertagt"

BERLIN. Die für 25. September vorgesehene Abstimmung im Bundestag über die "Pille danach" wird auf Betreiben der SPD-Fraktion von der Tagesordnung abgesetzt, sagte die Links-Abgeordnete Kathrin Vogler am Dienstag der "Ärzte Zeitung".

In der Besprechung der Obleute habe die SPD weiteren Beratungsbedarf zu dem Thema angekündigt. Am 24. September, so Vogler, werde die SPD im Gesundheitsausschuss vermutlich eine Verschiebung der Debatte beantragen.

Linke und Grüne plädieren dafür, den Wirkstoff Levonorgestrel (PiDaNa) aus der Verschreibungspflicht zu entlassen, die Union ist dagegen. Seit Monaten versuchen die Oppositionsfraktionen, eine Entscheidung im Bundestag herbeizuführen.

Der SPD ist die Diskussion unangenehm. Sie hat früher für die Rezeptfreiheit plädiert, sieht sich nun aber in der Koalitionsdisziplin. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »