Ärzte Zeitung, 08.04.2016

Niedersachsen

Deutlich mehr gemeldete Tuberkulose-Fälle

HANNOVER. Immer mehr Tuberkulosefälle in Niedersachsen: Nach 344 Fällen im Jahr 2014 wurden im vergangenen Jahr 417 Fälle übermittelt.

Das teilt das niedersächsische Gesundheitsministerium mit.

Mit 75 Fällen gehe ein großer Teil des Anstiegs auf Tuberkulose-Erkrankungen zurück, die bei der Erstaufnahmeuntersuchung von Asylsuchenden festgestellt wurden. "Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Erstuntersuchung für Asylsuchende", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD).

Dr. Matthias Pulz, Leiter des Landesgesundheitsamtes, sagte, im Einzelfall müssen Kontaktpersonen des Patienten ermittelt und untersucht werden.

Dies stelle gerade bei Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht sind, "eine große, aber leistbare Herausforderung für die Gesundheitsämter dar." (cben)

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[08.04.2016, 14:34:39]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
schön, dass man es nun langsam wagt, darauf hinzuweisen.
Die Dunkelziffer wird bei zugegebenen 500.000 nicht registrierten (illegalen) Einwanderern erheblich höher sein, das muss jedem Arzt klar sein der (im Studium) schon mal was von Tbc. gehört hat, den in der Praxis ist das fast vergessen in Deutschland, die meisten isolierten Tbc. -Häuser oder -Stationen, in denen man gut damit umgehen konnte sind lange geschlossen. Das ist woanders in der Welt ganz anders, die WHO schätzt die Prävalenz mit der Infektion bei jedem Dritten, wobei ca. 10% davon erkrankt.
Das wären bei dem o.g. Kollektiv alleine 16.666 Fälle besonders wichtig für die Einwanderungsschwerpunkte NRW und Berlin, die eh schon viele nicht erfasste .... beherbergen,
Niedersachsen ist wohl auch nicht ganz unbeliebt. Das muss der normale Arzt schlicht wissen, Tbc kann man dem Mensch nicht an der Nasenspitze ansehen, z.B.Schiller und Schopin sind daran viel zu früh gestorben, das ist also keine Alterserkrankung. Gefragt sind hier nach IfSG aber die Behörden, der Staat, die Gesundheitsämter und die sollten sich darauf einstellen.
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