Ärzte Zeitung, 04.11.2009

Pflegerat hofft auf Reform der Pflegeausbildung

BERLIN (hom). Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat das von der neuen Bundesregierung in Aussicht gestellte Berufsgesetz, in dem die bisher getrennten Ausbildungen in der Kranken- und Altenpflege zusammengeführt werden sollen, als "wichtigen Meilenstein für eine zukunftsfähige Pflege" bezeichnet. Damit sei eine langjährige Forderung der Pflegeverbände aufgegriffen worden, sagte Ratspräsident Andreas Westerfellhaus.

Parallel zur Ausbildungsreform sei es aber auch "zwingend erforderlich", die Rahmenbedingungen für die rund 1,2 Millionen professionell Pflegenden weiter zu verbessern. Nur so könne dem Mangel an Fachpersonal wirksam entgegengesteuert werden.

"Vollkommen unverständlich" sei es hingegen, so Westerfellhaus, dass die Regierung die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (E-Card) auf die lange Bank schieben wolle. "Die Vorarbeiten sind gut gelungen und es besteht die Sorge, dass eine wichtige Innovation im Gesundheitswesen verpasst wird." Komplexe Versorgungskonzepte machten eine enge Vernetzung der beteiligten Akteure nötig. Die E-Card sei ein wichtiger Baustein dafür.

Topics
Schlagworte
Pflege (5178)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »