Ärzte Zeitung, 17.06.2011

Ministerien legen Bericht zu mehr Pflegequalität vor

BERLIN (bee). Das Bundesgesundheitsministerium und das Familienministerium haben einen Bericht zur Qualitätssicherung in der Altenpflege vorgelegt. Darin wurden Kriterien zur Messung von Gesundheitsstatus, sozialer und persönlicher Zufriedenheit der Bewohner von Heimen aufgestellt.

Ziel des Projektes war, Methoden zu entwickeln, nach denen die Qualität der stationären Pflege gemessen werden kann. An dem Projekt arbeiteten zwischen 2008 und 2011 das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW) sowie das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG). Die Indikatoren und Messinstrumente wurden in einer zehnmonatigen Versuchsphase an Bewohnern von 46 Heimen erprobt.

Wie schnell die Methoden des Projektes in die Praxis umgesetzt werden, ist offen. BMG-Staatssekretär Thomas Ilka sagte: "Die Ergebnisse lassen sich jedoch auf das heutige System nur schrittweise übertragen und benötigen weitere sorgfältige Vorbereitungen."

Daher sei das nächste Zeil bereits klar: Mit den Pflegekassen und den Einrichtungsträgern soll die Weiterentwicklung der Tranzsaprenzvereinbarungen vorangetrieben werden.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) begrüßte den Bericht. "Die Wissenschaftler haben umsetzbare, begründete und in der Praxis erprobte Verfahren vorgelegt, die es ermöglichen, Qualität verlässlich zu messen", sagte Herbert Mauel, Geschäftsführer des bpa.

Topics
Schlagworte
Pflege (5571)
Organisationen
Uni Bielefeld (190)
Personen
Thomas Ilka (25)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

1,4 Millionen Krebstote für 2019 erwartet

In diesem Jahr könnten in der gesamten EU mehr Menschen an Krebs sterben als noch vor Jahren. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. mehr »

Um den ÖGD steht es schlecht

Große Sorgen um den Öffentlichen Gesundheitsdienst äußern Bundesärztekammer und Robert Koch-Institut anlässlich des heutigen ersten „Tags des Gesundheitsamtes“. mehr »

Viel fernsehen erhöht Darmkrebs-Risiko

Bewegen sich Menschen, die jünger als 50 sind, wenig, steigt offenbar ihr Risiko für Darmkrebs. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Nurses' Health Study. mehr »