Ärzte Zeitung, 22.06.2011

Heime stocken Personal für Demenzkranke auf

POTSDAM (ami). Fast alle Pflegeheime in Brandenburg nutzen die Möglichkeit, zusätzliches Personal für die soziale Betreuung von Demenzkranken einzustellen.

Das teilte der Ersatzkassenverband vdek Berlin/Brandenburg nun mit. 297 der 309 zugelassenen Pflegeheime Brandenburgs bieten demnach besondere Betreuungsangebote für Demenzkranke. Damit haben laut vdek mehr als 96 Prozent der Heime entsprechende Vereinbarungen mit den Pflegekassen geschlossen.

"Wir sind sehr zufrieden, dass fast alle Heime inzwischen diese Möglichkeit nutzen und wir damit die Versorgung von Demenzkranken in Brandenburg kontinuierlich verbessern können", so die Sprecherin des regionalen Ersatzkassenverbands Dorothee Binder-Pinkepank.

Die Pflegekassen bezahlen die zusätzlichen Betreuer seit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes Mitte 2008. Geregelt ist das in Paragraf 87 b des elften Sozialgesetzbuches.

Die Vereinbarungen sehen vor, dass das Personal in einem Pflegeheim für je 25 demenzkranke Bewohner um eine Kraft aufgestockt wird. Die Betreuer müssen keine Pflegeausbildung vorweisen, sondern sie durchlaufen eine Schulung.

Sie dürfen daher viele Pflegeaufgaben nicht übernehmen, sind aber für die soziale Betreuung da, zum Beispiel zum Vorlesen, Basteln, Handwerken oder Spazierengehen. Die Ersatzkassen begrüßen den kurzen Zugangsweg zu dieser Berufstätigkeit auch mit Blick auf das politische Ziel, mehr Menschen für Gesundheitsberufe zu begeistern.

Topics
Schlagworte
Pflege (5429)
Personen
Dorothee Binder-Pinkepank (35)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »