Ärzte Zeitung, 12.09.2012

Kongress

Pflege wird zur Management-Aufgabe

Schnelle Veränderungen im Klinikalltag bringen auch neue Herausforderungen für die mittlere Führungsebene bei den Pflegekräften. Ein Kongress macht das zum Thema.

Pflege wird zur Management-Aufgabe

HAMBURG (an). Leitungskräfte im Krankenhaus sind mehr denn je gefordert. "Die Taktung der Veränderungen ist so schnell geworden, dass man besser führen muss, um Orientierung zu geben", betont Ingrid Smerdka-Arhelger, Systemische Beraterin für strategische Pflegefragen in Hamburg.

Weitere Informationen

Andrea Tauchert, Telefon 030/82787-5510, andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de

Buchtipp: Peter Bechtel/Ingrid Smerdka-Arhelger: Pflege im Wandel gestalten - Eine Führungsaufgabe. Springer Medizin, 2012.

Neue Herausforderungen für die mittlere Führungsebene - das wird ein Schwerpunkt des 10. Gesundheitspflege-Kongresses von Springer Medizin sein, der am 26. und 27. Oktober in Hamburg stattfindet.

Wer fachlich gut ist, kann auch gut führen. Dieses Credo galt laut Smerdka-Arhelger lange unter der Krankenhaus-Ärzten und gilt teilweise noch immer.

"Doch auch die Mediziner müssen lernen, Menschen zu begleiten, Prozesse zu steuern und Organisationslücken zu schließen", betont die Hamburger Beraterin, die viele Jahre als Pflegemanagerin bei den Asklepios-Kliniken gearbeitet hat.

Bei der Pflege hingegen sei es umgekehrt: Durch entsprechende Ausbildungen haben sich viele Pflegeleitungen vom Beruf wegentwickelt hin zum allgemeinen Management.

"Während die Ärzte auch in Führungsfunktionen ihre Fachlichkeit sehr verteidigt haben, haben die Führungskräfte in der Pflege in den letzten Jahren die Chance wenig wahrgenommen, sich mit ihrer Fachlichkeit im Management zu positionieren", so Smerdka-Arhelger.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »