Ärzte Zeitung online, 20.01.2014

Pilotprojekt

150 chinesische Pfleger für Deutschland

FRANKFURT/MAIN. Im Kampf gegen den Pflegenotstand setzen die Arbeitgeber in Deutschland verstärkt auf Pflegekräfte aus China. Der Arbeitgeberverband Pflege und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wollen bis Ende des Jahres 150 chinesische Fachkräfte in stationäre Pflegeeinrichtungen holen.

Sie haben dafür ein Pilotprojekt mit der chinesischen Arbeitsverwaltung ins Leben gerufen, über das sie kommende Woche in Frankfurt am Main informieren wollen. Bereits im vergangenen Herbst war bekannt geworden, dass die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Anwerbung koordiniert.

"Die ersten fünf Pflegekräfte haben vor wenigen Tagen in einer Seniorenpflegeeinrichtung in Frankfurt am Main ihre Arbeit aufgenommen", berichtete der Arbeitgeberverband Pflege am Freitag.

Voraussetzungen seien ein erstklassiger Bachelor-Abschluss und ein einjähriges Pflegepraktikum in China, acht Monate interkulturelles Training und eine Sprachausbildung. Die Chinesen sollen zunächst als Pflegehilfskraft arbeiten und können später Fachkraft werden. (dpa/eb)

Topics
Schlagworte
Pflege (5108)
Assistenzberufe (870)
Organisationen
BDA (261)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »