Ärzte Zeitung, 21.06.2016

Pflegeausbildung

Gröhe deutet Lösung an

BERLIN. Im Streit um die Reform der Pflegeausbildung will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auch künftig Spezialisierung ermöglichen. "Wenn wir bei der gemeinsamen Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau/Pflegefachmann" die Schwerpunktsetzung mit einem Zusatz, etwa "Schwerpunkt Kinderkrankenpflege", deutlich machen, können sich viele Betroffene eher wiederfinden", sagte Gröhe am Sonntag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Im Pflegeberufsgesetz, das derzeit in der parlamentarischen Beratung ist, soll die Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammengelegt werden. Sie ist dann für alle drei Bereiche kostenlos. Opposition und Arbeitgeberverband hatten das Vorhaben als Rückschritt zu einer Einheitsausbildung kritisiert.

Gröhe betonte, es werde kein Beruf abgeschafft. "Wir wollen die Attraktivität des Pflegeberufs und die Aufstiegschancen durch eine gemeinsame Ausbildung mit Schwerpunktsetzung erhöhen", sagte der Minister. "Wichtig ist, dass unsere Pflegekräfte bestmöglich auf die veränderten Anforderungen in der Pflege vorbereitet sind." (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »