Ärzte Zeitung, 05.09.2012

Nordosten

Gesundheit von Pendlern im Visier

Pendeln in Mecklenburg-Vorpommern: Wie es um die Gesundheit der Berufstätigen im Nordosten steht, will die AOK im Land herausfinden.

SCHWERIN (di). Sie fahren jeden Tag von Rostock nach Lübeck oder von Schwerin bis Hamburg: Jeder neunte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern ist Pendler - und damit einem hohen Risiko für psychische Erkrankungen ausgesetzt.

Je mobiler und flexibler die Beschäftigten in der modernen Arbeitswelt sein sollen, desto höher fällt nach Angaben der AOK Nordost die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Belastungen aus.

Im Durchschnitt liegt die Zahl der Fehltage bei ihnen um einen halben Tag pro Jahr über dem von Arbeitnehmern, die nur einen kurzen Arbeitsweg haben.

Die Kasse drängt deshalb erfolgreich auf ein besseres betriebliches Gesundheitsmanagement.

Immer mehr Klein- und mittelständische Unternehmen beteiligen sich nach Angaben der AOK an einem Kompetenznetz, das Beratung und Austausch mit anderen Firmen zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement anbietet.

Die Kasse rät auch zu betriebsbezogenen Arbeitsunfähigkeitsanalysen, Mitarbeiterbefragungen, Seminaren für Führungskräfte zur gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung und zu einer schonenden Gestaltung von Schichtarbeit.

Topics
Schlagworte
Prävention (2973)
Krankenkassen (17793)
Organisationen
AOK (7536)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »