Ärzte Zeitung, 23.05.2013

Kammer Nordrhein

10.000 Schritte im Kampf gegen die Kilos

KÖLN. Kölner Hausärzte haben sich viel vorgenommen: In einem Pilotprojekt der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) wollen 20 speziell geschulte Praxisteams über die Vorsorgeuntersuchungen 200 übergewichtige und bewegungsarme Menschen dazu bringen, sich deutlich mehr zu bewegen.

Ziel ist, dass die Patienten nach einem halben Jahr täglich 10.000 Schritte gehen. Die Ärzte beraten und unterstützen die Teilnehmer.

"Wir müssen in Deutschland konsequent neue Wege gehen, wenn wir die lebensstilbedingten Erkrankungen in den nächsten Jahren wirksam eindämmen wollen", betont Kammer-Präsident Rudolf Henke.

Die Nutzung der millionenfachen Patienten-Arzt-Kontakte sei eine große Chance, die Menschen aufzuklären und zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren.

"Wir Ärztinnen und Ärzte in Köln möchten mit der Kampagne möglichst Jung und Alt dazu animieren, sich täglich ausreichend und mit Spaß zu bewegen", sagt Hausarzt Dr. Frieder Götz Hutterer, Vorsitzender des ÄKNo-Ausschusses Prävention und Gesundheitsberatung.

Das Programm "10.000 Schritte für Ihre Gesundheit" wird von der Deutschen Sporthochschule wissenschaftlich begleitet. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »