Ärzte Zeitung online, 12.09.2013
 

Masernimpfung

Barmer zahlt auch für Ältere

Immer mehr Deutsche erkranken an Masern. Die Barmer GEK ruft auch über 40-Jährige zum Impfen auf.

BERLIN. Angesichts einer wachsenden Zahl von Masernfällen in diesem Jahr appelliert die Barmer GEK an die Bevölkerung, unbedingt die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu nutzen.

Das gelte auch für Personen, die vor 1970 geboren wurden und die nach der Schutzimpfungs-Richtlinie keinen Anspruch auf eine Masernimpfung als Kassenleistung haben.

Davon will die Barmer GEK allerdings abweichen. Nach Angaben des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Rolf-Ulrich Schlenker übernimmt die Kasse auch für diesen Personenkreis die Kosten für die Impfung.

Schlenker: "Auch wenn die Fallzahlen von Jahr zu Jahr schwanken, ist jetzt ein aktiver Impfschutz abgezeigt. Die Masernimpfung ist hochwirksame Prävention, Menschen mit einem unklaren oder unzureichenden Impfstatus sollten deshalb schleunigst für eine Auffrischung sorgen."

Bis Ende August dieses Jahres waren 1542 Masernfälle gemeldet. Deutschland wird damit erneut das Ziel verfehlen, die Masern zu eliminieren. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »