Ärzte Zeitung online, 06.01.2014
 

Berlin

Vorsorgeuntersuchungen werden beliebter

Im Jahr 2011 stieg die Zahl der Menschen, die in Berlin an Früherkennungsuntersuchungen wie Haut- und Darmskrebs-Screenings sowie am Gesundheits-Check-up teilnahmen.

BERLIN. Früherkennungsuntersuchungen werden in Berlin immer besser genutzt. Das zeigt der aktuelle Basisbericht zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung und dem Gesundheitssystem in Berlin.

2011 nutzten mehr Berlinerinnen die Krebsfrüherkennung, das Hautkrebsscreening und die Darmkrebsfrüherkennung.

Auch die Männer in Berlin nutzten die Krebsfrüherkennung und das Hautkrebsscreening mehr als in den Vorjahren. Sie gingen jedoch seltener zur Darmkrebsvorsorge (9.860 statt 10.235 Untersuchungen 2010).

Interesse an Mammografie sank

Rückläufig war auch die Teilnahme am Mammografie-Screening. 2011 nahmen den Angaben zufolge 102.173 Frauen daran teil, 2010 waren es 104.345 Frauen. Damit sank auch der Anteil der Anspruchsberechtigten, die das Screening nutzten.

Am deutlichsten stieg die Inanspruchnahme des Hautkrebsscreenings. Allerdings wird diese Früherkennungsuntersuchung immer noch am wenigsten genutzt.

Nur 32,8 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und 28,4 Prozent der Männer ließen die Untersuchung vornehmen.

Die Krebsfrüherkennung von Genitalien und Brust nutzten 55,9 Prozent der Berlinerinnen (2010: 55,2 Prozent). Die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen der Prostata und des äußeren Genitales nahm gerade einmal jeder vierte in Berlin lebende Mann wahr.

Check-Up am beliebtesten

Am besten nehmen die Berliner den Gesundheits-Check-Up an. Einen Spitzenwert von 519.325 Nutzern meldet der Basisbericht für diese Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt.

Mit 60,5 Prozent der Anspruchsberechtigten ist sie das am häufigsten genutzte Vorsorgeangebot zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung in Berlin.

Auch hier sind Frauen jedoch aktiver als Männer. Während 63,6 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen sich dieser Untersuchung unterzogen, war der Anteil der Männer mit 56,3 Prozent deutlich geringer. (ami)

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