Ärzte Zeitung online, 20.04.2015

Alkohol

Politiker wollen Schwangere besser aufklären

BERLIN, Politiker von CDU und SPD fordern mehr Aufklärung über die gravierenden gesundheitlichen Folgen für Kinder, wenn eine Schwangere Alkohol trinkt.

Der CDU-Abgeordnete Hubert Hüppe verlangte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag), dass auf Flaschen mit alkoholischen Getränken ein gesetzlich vorgeschriebener deutlicher Warnhinweis angebracht werden solle.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, plädierte dafür, dass Ärzte, Hebammen und Jugendämter besser zusammenarbeiten.

Jedes Jahr kommen dem Bericht zufolge rund 10 000 Kinder mit geistigen und körperlichen Schädigungen zur Welt, weil ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben.

Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler leiden pro Jahr mehr als 2000 Neugeborene am fetalen Alkoholsyndrom, einer schweren und lebenslangen Schädigung. Untersuchungen zufolge trinke fast jede fünfte Frau in der Schwangerschaft Alkohol, zwölf Prozent der Schwangeren rauchten.

Im Januar hatten Sachverständige aus Medizin und Praxis bei einem Expertengespräch im Gesundheitsausschuss des Bundestags die Politik aufgerufen, gegen das Problem des fetalen Alkoholsyndroms vorzugehen. (dpa)

[20.04.2015, 11:44:24]
Carsten Windt 
klassischer Anfall von Überregulierung
Es entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Alkohol schädlich ist und eine Gefahr für das ungeborene Leben darstellt.
Ein Warnhinweis hierzu ist daher obsolet. Eine Alkoholikerin würde diesen eh ignorieren. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »